• 30-JAN-2018

Lufthansa hat kein Verständnis für Verdi-Drohung

Unternehmen setzt auf Einigung am Verhandlungstisch auf Basis des Sondierungsangebots

Am heutigen Dienstag treffen sich Lufthansa und die Gewerkschaft Verdi zu einer neuen Runde der Tarifverhandlungen. Lufthansa hat der Gewerkschaft bei Sondierungen am 22. Januar eine gestaffelte und teilweise ergebnisabhängige Vergütungserhöhung von insgesamt 5,2 Prozent angeboten, die bereits nach 18 Monaten vollständig wirksam werden würde. Aufgrund der angespannten Wettbewerbssituation, in der sich die LSG in Deutschland befindet, sollen deren Mitarbeiter statt des ersten Tabellensprungs in Höhe von 2,6 Prozent eine Einmalzahlung in gleicher Höhe erhalten. Zusätzlich zu diesem Sondierungsangebot erhält jeder Bodenmitarbeiter aus der bereits vereinbarten tariflichen Ergebnisbeteiligung zwischen rund 800 und 2.600 Euro für das Jahr 2017.

„Auf Basis unseres Sondierungsangebotes sind Lösungen jederzeit möglich. Ich habe kein Verständnis, dass die Gewerkschaft bereits vor dem Verhandlungstermin mit Streiks droht, die dem Unternehmen massiv schaden würden. Lufthansa hat bereits ein zweites Sondierungsangebot vorgelegt, während Verdi sich keinen Millimeter von ihrer Maximalforderung bewegt hat“, sagt Bettina Volkens, Vorstand Personal und Recht der Deutschen Lufthansa AG. Im Übrigen hält Lufthansa einen Streik auf Grundlage des von Verdi aufgestellten Forderungs-Pakets für rechtswidrig, da sich dieses auch auf ungekündigte Tarifverträge bezieht, die sich in der Friedenspflicht befinden.

Die Verdi-Forderung würde zu einer massiven Erhöhung der Personalkosten führen und lässt die Besonderheiten der Luftverkehrsbranche und der einzelnen Geschäftsfelder völlig außer Acht, so Bettina Volkens. Lufthansa setzt darum auf variable Vergütungsmodelle, die dem Umstand Rechnung tragen, dass die Luftverkehrswirtschaft volatil und von äußeren Faktoren abhängig ist. Zudem liegen die Gehälter des Bodenpersonals der Lufthansa in vielen Bereichen 30 bis 40 Prozent oberhalb des Branchenniveaus. „Wir haben sicherlich nicht die schwierigen Arbeitskämpfe mit den anderen Beschäftigtengruppen erfolgreich beigelegt, um jetzt beim Bodenpersonal Erhöhungen zu akzeptieren, die unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter verschlechtern“, betont der Lufthansa Personalvorstand.

Vor diesem Hintergrund setzt Lufthansa weiterhin darauf, auf Basis des Sondierungsangebots eine für beide Seiten tragfähige Einigung am Verhandlungstisch zu erreichen.

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