• 11-SEP-2018

„Das Beste von Allem?“ – „ Alles!“

David Köhle, Gewinnerkind der Fernsehshow „Klein gegen Groß“, löste jetzt seinen Preis ein: Ein Blick hinter die Kulisse
 
David Köhle, Gewinnerkind der Fernsehshow „Klein gegen Groß“, löste jetzt seinen Preis ein: Ein Blick hinter die Kulissen von Lufthansa
 
Kein Zweifel: David Köhle ist ein Aviation-Geek! Locker erkennt er internationale Flughäfen an Luftaufnahmen von oben aus Google Maps, blitzschnell übersetzt er Dreiletter-Codes in Flughafen-Namen und bei einer Fahrt auf dem Vorfeld erkennt er jedes Flugzeugmuster auf Anhieb und korrigiert charmant anwesende Lufthanseaten. Allerdings: David ist erstaunlicherweise erst neun Jahre alt. Und auf die Frage, was er denn wohl später werden möchte, sagt er voller Überzeugung: „Pilot bei Lufthansa!“. Klar, was sonst! Ende Februar begeisterte David das deutsche TV-Publikum, als er in der ARD-Show „Klein gegen Groß – Das unglaubliche Duell“  als Kinder-Kandidat unfassbar viele Dreiletter-Codes erkannte und damit seinen „großen“ Gegner Dieter Tappert alias Paul Panzer, Comedian und selber Pilot, klar distanzierte. Unglaubliche 29 Codes konnte David in Flughafennamen übersetzen und das in nur einer Minute. Panzer dagegen nur 17. Auch nicht schlecht, aber deutlich schlechter als der junge Kerl aus Österreich, den seine Mutter Susanne liebevoll einen „flug-fanatischen Knirps“ nennt. Da staunte selbst Moderator Kai Pflaume. Als Belohnung für seine tolle Leistung gab es für David einen Tag bei Lufthansa zu erleben, inklusive Blick hinter die Kulissen und Mitflug im Cockpit. Jetzt hat er den Preis eingelöste und den Tag in vollen Zügen genossen.
 
Und so sah sein Tag aus: Anreise von Innsbruck nach Frankfurt. Nix besonderes, denn David ist in seinen jungen Jahren schon rund 15 Mal geflogen. Zuletzt in die USA. Nach Atlanta, Weiterflug nach Miami, Florida. „War toll!“, sagt David. Nach Ankunft auf der Lufthansa Basis und einem kühlen Getränk in der Crew Lounge im BG 2 ging es los. KA (Kapitänsanwärter) Andreas Hobohm holte ihn ab. Auf zum Briefing. Als erstes lernte er Kapitän Marc Kehnen kennen. Der wird auf dem Flug genau schauen, was Andreas Hobohm als werdender Flugkapitän so macht. Hochinteressant für David. So geht das! So wird man Kapitän. Nach Lektüre der Flug-Daten aus dem Computer (Wetter gut, Flug immer Richtung Norden) wurden die Kolleginnen aus der Kabine vorgestellt. Von Purserette Saskia Bauerochse-Barbosa und ihrer Crew wurde er mit offenen Armen aufgenommen, Herzlichkeit pur.
 
Doch nach der Sicherheitskontrolle und der Fahrt mit dem Crewbus wurde es ernst: Walkaround um die auf dem Vorfeld wartende A320 „Papa Delta“. Schon ein betagtes Flugzeug, ist da auch alles in Ordnung vor dem Flug? Andreas Hobohm zeigte David, worauf es ankommt. Der Junge ließ sich jedes Detail schildern, stellte hundert Fragen. Andreas kam aus dem Staunen nicht mehr raus: „Der weiß mehr als ich!“ scherzte Hobohm augenzwinkernd. Tatsächlich überraschte David immer wieder alle Anwesenden durch sein ausgefeiltes Wissen über Flugzeuge. Beeindruckend! Jetzt aber rasch rein in das Flugzeug, der erste Bus mit den Fluggästen rollt an. Schnell noch für Strom in der Kabine sorgen. David durfte den entscheidenden Knopf im Cockpit drücken. Rums, Licht an! Staunen!
 
Nachdem alle Gäste an Bord waren, ging es auch schon ganz schnell: Türen zu, Brücke weg, ab zur Startbahn. Es gilt der Druck des Abflugslots. Diese großen, staunenden Augen wird keiner der Beteiligten je vergessen, als der Airbus mit David im Cockpit abhob. Sein erster Flug im Cockpit, er saugte alles in sich auf, jeden Funkspruch, jede Bewegung der Piloten. Andreas Hobohm und Marc Kehnen erklärten mit Engelsgeduld jeden Handgriff. David war völlig bei der Sache. Nach 1 Stunde und 50 Minuten Landung in ARN (richtig David: Stockholm Arlanda). Freundliche Begrüßung durch Uwe Teichmann, ARN SM. Chef der Lufthansa Group am Flughafen in Stockholm. Er schleuste David noch kurz in die Abflughalle. „Damit du schwedischen Boden berührt hast, sonst warst du doch nicht da!“ Logisch! Und schon ging es zurück nach Frankfurt. Volles Flugzeug, gutes Wetter, Dunkelheit in Frankfurt. Landung: 21:25 Uhr. Die bunten Positionslichter und die Vorfeldbefeuerung spiegelten sich in den großen, braunen Augen von David. So etwas hat er noch nie gesehen. Unfassbar schön! Unvergesslich. Als Abschiedsgeschenk gab es noch ein Airbus-Modell und eine von der Kabinen-Crew selbstgebastelte Halskette. So macht man das bei Lufthansa, sagen die Flugbegleiterinnen. David glaubt es gerne. Noch einmal herzlich bei allen verabschieden, einmal drücken. „Danke für den coolen Tag.“, sagte David. Tränchen in den Augen. Ende der Vorstellung? Nein, nicht für David! „Jetzt will ich erst Recht Pilot werden!“, sagte er völlig erschöpft. „Und was war das Beste von Allem?“, wird er gefragt. David: „Alles!“