Vierbeinige Gäste in der Animal Lounge

Lufthansa Cargo hat Mesopotamische Damhirsche aus dem Opel Zoo nach Jerusalem geflogen – auch das Fernsehen war dabei

Zwei der liebevoll „Mesos“ genannten Tiere wurden in der vergangenen Woche an den Jerusalem Biblical Zoo abgegeben. „Die jungen Hirsche sind wohlbehalten in Israel gelandet und haben sich nach dem Flug und dem Transport auf der Straße sehr schnell und gut an die neue Umgebung gewöhnt“, so Jörg Beckmann vom Opel Zoo in Kronberg, der die Tiere auf ihrer Reise begleitet hat. Die Tierspedition GRADLYN und Lufthansa Cargo haben den Transport auf den Weg gebracht. Gut verpackt ging es für die Dreivierteljahr alten Vierbeiner mit der LH 8340 Richtung Israel. „Jeder Zootransport ist für uns, als spezialisierter Tiertransporteur, eine besondere Herausforderung, der wir uns immer gerne stellen. Wir freuen uns, durch unsere Arbeit einen kleinen Teil zum Artenschutz beitragen zu können“, sagt Sandra Wedel von der Spedition GRADLYN.

Die Reise der Hirsche war auch für den Hessischen Rundfunk interessant: Ein Drehteam der Sendung „Giraffe, Erdmännchen & Co“ hat die Reise der jungen Tiere vom hessischen Kronberg über den Flug ab Frankfurt bis nach Israel begleitet. Die Ausstrahlung der Reportage ist für September geplant.

Der Mesopotamische Damhirsch wurde im heutigen Israel Ende des 19. Jahrhunderts ausgerottet und galt bis Mitte des 20. Jahrhunderts als ausgestorben. Der Zoogründer Dr. h.c. Georg von Opel finanzierte in den 50er und 60er Jahren Expeditionen in den heutigen Iran, in Folge derer drei Mesopotamische Damhirsche in den Opel-Zoo gebracht werden konnten. „Alle heute in Europa in Zoos lebenden Hirsche dieser Art stammen von diesen Tieren ab und so ist die Tierart nicht nur das zoologisches Vermächtnis des Zoogründers, sondern auch aus Sicht des Artenschutzes die wertvollste Art im Opel-Zoo“, so Beckmann weiter.

Die zwei Männchen aus dem Opel-Zoo sollen sich zukünftig im Zoo fortpflanzen und ihr Nachwuchs soll ebenfalls ausgewildert werden. So wird dafür gesorgt, dass diese symbolträchtige Tierart auch für zukünftige Generationen erhalten und erlebbar bleibt.