Lufthansa: Sonderflugprogramm für Freitag ist aktiviert

  • Harry Hohmeister: „Mit einer Forderung von 20 Prozent mehr Lohn können wir Lufthansa nicht zukunftsfähig aufstellen“
  • Mehr als 2.100 aller Lufthansa-Group-Flüge finden morgen statt
  • 830 Flüge fallen am Freitag aus
  • Lufthansa-Stationspersonal betreut Gäste vor Ort in den Terminals

Gestern Abend kündigte die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) eine erneute Verlängerung des seit Mittwoch laufenden Streiks an. Betroffen sind am morgigen Freitag, 25. November, alle innerdeutschen und Europaflüge von Lufthansa. Der Sonderflugplan für morgen ist aktiviert. 

2.170 von rund 3.000 geplanten Flügen der Lufthansa Group können am Freitag planmäßig durchgeführt werden. Am dritten Streiktag in Folge werden morgen mehr als 100.000 Fluggäste von den 830 Flugstreichungen auf der Kurz- und Mittelstrecke betroffen sein. Das Flugprogramm auf der Langstrecke wird am Freitag nahezu planmäßig durchgeführt, wobei vereinzelte Langstreckenflüge aufgrund des vorangegangenen Streiktages noch ausfallen können. Insgesamt sind an den drei Streiktagen mehr als 315.000 Passagiere von 2.618 Flugausfällen betroffen.

Erneut fordert Lufthansa die Pilotengewerkschaft dazu auf, in einer Schlichtung gemeinsam eine Lösung des Konflikts zu entwickeln. Harry Hohmeister, Vorstand Hub Management der Deutschen Lufthansa AG: „Die Ausgangslage ist, dass wir unsere Piloten deutlich besser bezahlen, als die Konkurrenz. Wir sind als Vorstand für mehr als 120.000 Mitarbeiter verantwortlich und wollen Lufthansa zukunftsfähig aufstellen. Das wird mit einer Forderung von 20 Prozent mehr Lohn nicht möglich sein.“

Die Group Airlines Eurowings, Germanwings, SWISS, Austrian Airlines, Air Dolomiti und Brussels Airlines werden nicht bestreikt. Auch die Piloten der Lufthansa Cargo sind nicht zu diesem Streik aufgerufen worden. Flüge von und nach Deutschland, die von Group Airlines durchgeführt werden, werden planmäßig durchgeführt. Austrian Airlines und SWISS haben zudem ihre Kapazitäten auf Flügen nach Deutschland erhöht, indem aktuell größeres Fluggerät eingesetzt wird.

Für Kunden, deren Flug streikbedingt ausfällt, gibt es die Möglichkeit, einmalig kostenfrei umzubuchen oder zu stornieren. Zusätzlich haben alle Fluggäste, die ein Ticket für einen Flug mit Lufthansa, Austrian Airlines, SWISS und Brussels Airlines von, nach und über Deutschland bis morgen haben, die Möglichkeit, einmalig kostenfrei umzubuchen. Für innerdeutsche Ziele gibt es die Möglichkeit, das Flugticket in einen Voucher der Deutschen Bahn zu tauschen. Auf LH.com finden Fluggäste unter „Aktuelle Fluginformationen“ weitere Informationen.

Lufthansa setzt alles daran, die Auswirkungen des Streiks für ihre Gäste so gering wie möglich zu halten. Im Rhein-Main-Gebiet und im Münchener Raum wurden tausende Hotelzimmer reserviert. Für Fluggäste, die aufgrund fehlender Visa nicht nach Deutschland einreisen dürfen, hat Lufthansa gemeinsam mit Fraport Feldbetten aufgebaut. Mitarbeiter versorgen die vom Streik betroffenen Fluggäste in den Terminals mit Getränken, Snacks und Telekommunikationsmöglichkeiten. Lufthansa informiert alle Fluggäste, die ihre Kontaktdaten im Kundenprofil hinterlegt haben, per E-Mail oder SMS über etwaige Streichungen.

Lufthansa bittet alle Kunden, sich vor der Anreise zum Flughafen vorsorglich auf LH.com über den Status ihres Fluges zu informieren. Zudem können sich Kunden in Deutschland unter der kostenfreien Service-Hotline unter 0800 850 60 70 informieren

Deutsche Lufthansa AG
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