Lufthansa begrüßt das globale Klimaabkommen für den Luftverkehr

Lufthansa begrüßt das globale Klimaabkommen für den Luftverkehr, welches von der UNO-Staatengemeinschaft im Rahmen der Internationalen Zivilluftfahrtbehörde ICAO in Montreal geschlossen wurde. Wir haben uns gemeinsam mit der Luftverkehrsbranche seit Jahren für ein Klimaabkommen stark gemacht. Auch wenn das Abkommen einen Kompromiss darstellt, sind doch jetzt die Rahmenbedingungen festgelegt, um die Resolution in den nächsten Jahren wirkungsvoll auszugestalten und umzusetzen. Diesen Prozess unterstützen wir. Lufthansa hätte sich von Beginn an ein verpflichtendes Instrument gewünscht. Dem sind die Staaten nicht gefolgt. Allerdings zeigt sich jetzt schon eine erfreulich hohe Bereitschaft der ICAO Mitglieder, sich auch in der freiwilligen Phase zu beteiligen. 65 Staaten, die zusammen mehr als 80 Prozent der weltweiten Verkehrsleistung ausmachen, haben ihre Teilnahme zu Beginn der ersten Phase bereits zugesagt.

Die weitere Ausgestaltung liegt nun in den Händen der Staaten. Sie werden das System bis zur nächsten ICAO Assembly weiter konkretisieren. Die Luftfahrtbranche unterstützt diesen politischen Prozess. Für Aussagen zur konkreten Umsetzung und Ausgestaltung ist es aber noch zu früh.

Obwohl die Luftfahrt lediglich 2% der menschgemachten CO2-Emissionen verursacht, möchten wir unsere Verantwortung gegenüber der Umwelt wahrnehmen. Die Lufthansa Group steht für verantwortungsvolle Mobilität, Vernetzung und weltweite Verbindungen – auch in Sachen Umwelt. Deshalb unterstützen wir Maßnahmen zum Klimaschutz in der Luftfahrtbranche, wenn sie einen gerechten Wettbewerb ermöglichen. Lufthansa baut dabei auf die Vier-Säulen-Strategie des Klimaschutzes der Luftfahrtbranche, die technologische, operative, infrastrukturelle und ökonomische Maßnahmen – wie das ICAO Klimaabkommen – umfasst. Mit den in den vergangenen Jahren getroffenen Flottenentscheidungen investiert der Konzern kontinuierlich in neue Technologien und Effizienz. Die grundlegende Erneuerung der Flotte gewährleistet, dass die Lufthansa Group auch künftig immer effizienter und leiser fliegt. Dazu wird das Unternehmen 2016 und in den folgenden Jahren jeweils 2,5 Milliarden Euro primär in neue Flugzeuge investieren. Insgesamt hat die Lufthansa Group 252 Flugzeuge der neuesten Generation zu einem Listenwert von 40 Milliarden Euro auf ihrer aktuellen Bestellliste (stand: Januar 2016). Die 69 Langstrecken- und 182 Kurzstreckenflugzeuge sollen bis 2025 ausgeliefert werden und vorwiegend ältere Modelle ersetzen. 

Die Lufthansa Group nimmt dieses Jahr 52 spritsparende Flugzeuge in den Dienst. Damit setzen wir unsere nachhaltige Flottenmodernisierung fort. 2016 haben wir mit der Einführung der A320neo bei Lufthansa und der CSeries bei Swiss eine neue Ära des ökoeffizienten Fliegens eingeläutet. Mit der A350-900, die im Winter unsere Flotte ergänzt, erhalten wir das modernste und umweltfreundlichste Langstreckenflugzeug der Welt – gleichbedeutend mit dem Einstieg in die 2-Liter-Klasse und einem um 25% geringeren Verbrauch im Vergleich zu heute eingesetzten Modellen.

Die Lufthansa Group hat bereits 2008 ein strategisches Umweltprogramm aufgelegt und große Fortschritte in allen Bereichen erzielt. Der seitdem um 11,5 Prozent gesunkene spezifische Treibstoffverbrauch (2015: 3,84 Liter auf 100 Passagierkilometer) ist nur ein Beispiel. Momentan überprüfen wir unsere noch bis 2020 gültige Umweltstrategie mit Blick auf aktuelle Erfordernisse. Die Lufthansa Group ermittelt ihre CO2-Emissionen auf Basis des Greenhouse Gas Protocol (GHG-Protocol), das die Emissionen in drei Hauptbereiche (Scopes) einteilt. Sämtliche direkte Emissionen des Flugverkehrs hat die Lufthansa Group gemäß den Anforderungen des europäischen Emissionshandelssystems ermittelt und verifizieren lassen. Darüber hinaus erfasst die Lufthansa Group seit einigen Jahren auch die indirekten Emissionen, die ihre Geschäftstätigkeiten verursachen.

Für das Berichtsjahr 2015 sind erstmalig alle erfassten und berechneten direkten und indirekten CO2-Emissionen der Lufthansa Group extern verifiziert worden. Der CO2-Fußabdruck hilft dem Konzern, seine wesentlichen Umweltauswirkungen genauer identifizieren und bewerten zu können, um anschließend gezieltere Minderungsoptionen zu entwickeln.